Paul in Simfordshire – Kapitel 2

01 - Kapitel 2 - P in S        „Das darf doch nicht wahr sein!“ – dachte Paul. „Das glaube ich einfach nicht! Er kann das doch nicht ernst meinen!“ Paul versuchte vergeblich seinen Vater zu erreichen, bekam aber nur die Ansage des Anrufbeantworters: „ Das ist kein Witz. Du hast 4 Wochen um 100.000 zu verdienen, Paul!“

02 - Kapitel 2 - P in SPaul konnte es trotz allem nicht so recht glauben. „Das meint er gar nicht ernst,“ dachte er … „er wird sich schon zufrieden geben, wenn ich ein bisschen verdiene … und mich wieder in Ruhe lassen, ganz bestimmt!“ Er musste sich nur noch schnell anziehen und das erkunden, was die Ortschaft so zu bieten hatte. 03 - Kapitel 2 - P in S „So viel konnte es gar nicht sein, so klein wie sie ist,“ dachte Paul. Herrje, und jetzt musste er auch noch laufen! Ein Jammer, dass sein Vater sein Motorrad nicht zusammen mit den Möbeln hierher gebracht hatte. Zum Glück war das Häuschen sehr nah am Ortskern, denn eine U-Bahn würde es hier mit Sicherheit nicht geben!04 - Kapitel 2 - P in S

Paul lief zwischen den Häusern durch, direkt zum höchsten Haus. „Simsfordshire“, der Name des Ortes sagte ihm nichts. „Es ist ja überhaupt nichts los in diesem Kaff,“ dachte er ganz erschrocken! Wie sollte er einen ganzen Monat hier überleben?

05 - Kapitel 2 - P in S

Er wurde von seinen trüben Gedanken durch das Erscheinen des ersten Simsfordshire-Wesens abgelenkt. Es war ein Waschbär! „Das passt ja.“ dachte Paul. Das süße Tier musste er sich näher ansehen.

06 - Kapitel 2 - P in S

Neugierig trat Paul auf den Waschbär zu. (Draufgänger haben ja bekanntlich keine Angst, ist ja klar!)07 - Kapitel 2 - P in S Paul fand das Tierchen interessant und bückte sich, um es zu berühren… … und schreckte zurück, als das kleine Tier ihn angriff!08 - Kapitel 2 - P in S „Was für eine Begrüßung!“ dachte Paul. Wie gut, dass seine Kumpels diese Szene nicht sehen konnten.10 - Kapitel 2 - P in S Als wenn das alles nicht genug wäre, fing es auch noch an zu regnen… Paul suchte nach Schutz und sah ganz in der Nähe des Schwimmbades eine alte Straßenbahn, die zu einem Imbiss umfunktioniert worden war.11 - Kapitel 2 - P in S Das traf sich gut, denn Paul hatte noch nichts gegessen und hatte nun Hunger!

12 - Kapitel 2 - P in SDer Regen dauerte an, aber Paul wollte nicht länger warten. Er konnte es sich auch nicht leisten weiterhin in Lokalen zu essen, denn er wusste wie wenig Geld er noch übrig hatte. Am großen Platz vor dem Rathaus sah Paul einen Laden. Vielleicht konnte er dort einen Job finden – so für den Anfang – und rannte so schnell er konnte dorthin… … was aber doch nicht schnell genug war, denn er war bereits pitschnass als er an seinem Ziel ankam.

13 - Kapitel 2 - P in SAch nee … was war das bloß für ein Laden? So etwas Altmodisches hatte Paul in seinem bisherigen Leben noch nie gesehen.  Der einzige Kunde im Laden konnte wirklich eine Style-Beratung gebrauchen.  Die Stylistin sah zwar nicht schlecht aus, aber viel zu klassisch angezogen.  Nein, in so einem Laden konnte er nicht arbeiten, das wusste er sofort!  Nie und nimmer!  Deshalb machte es ihm nichts aus, dass die Stylistin ihm sagte, dass hier kein Job zu vergeben wäre.14 - Kapitel 2 - P in S Schon weniger gefiel es ihm, dass sie behauptete, er würde sicher ansonsten keinen Job außer eventuell als saisonale Hilfskraft in der Landwirtschaft finden.   In der Landwirtschaft!  Das sollte wohl ein Scherz sein! „Bestimmt irrt sie sich“, dachte Paul und wollte schon gehen als er merkte,  dass im Laden noch eine Kundin war!  Sie hatte eine Style-Beratung noch nötiger als der Mann.  Ihre Klamotten sahen ja so aus wie die von Pauls Oma! Aber ihr Hund war ein ganz frecher und ging geradewegs auf ihn zu.15 - Kapitel 2 - P in S Paul war diesmal vorsichtiger und reichte dem Hund nur seine Hand zum schnuppern. Sein Frauchen war wohl anscheinend nicht ganz dicht, denn es schien laut mit sich selbst zu reden.16 - Kapitel 2 - P in S Die Verrückte hörte nicht auf zu reden, im Gegenteil, sie wurde lauter und gestikulierte sogar. Paul machte sich schon Sorgen, ob sie einen Arzt brauchen würde. Doch als er dies der Stylistin vorschlug, lehnte sie ab und sagte die Frau sei nur eine Urlauberin; eine Schriftstellerin oder so etwas in dieser Art. Etwas exzentrisch, aber harmlos. Vielleicht hatte sie gerade eine Idee für ihr neues Buch gehabt, wer weiß?17 - Kapitel 2 - P in S Sie drehte sich plötzlich um und Paul konnte kaum fassen, dass sie so jung war! Sie sah auch nicht mal schlecht aus, hinter der riesigen Brille und der unordentlichen Frisur. Auch sie sah ihn an und wurde mit einmal Mal rot, als sie merkte, dass sie beobachtet wurde.18 - Kapitel 2 - P in S Die Frau richtete ihren Blick nur noch auf den Boden und rempelte den ersten Kunden an.19 - Kapitel 2 - P in S Fast hätte sie ihn umgeworfen. Sie errötete noch mehr und entschuldigte sich rasch.20 - Kapitel 2 - P in S Zu Pauls großem Bedauern hob sie die Augen nicht ein einziges Mal mehr, sondern spielte nur noch mit ihrem Hund.

Kapitel 3

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