Paul in Simfordshire – Kapitel 6

01-K6-PinS         Am nächsten Tag ging es Paul nach dem Frühstück gar nicht gut. Die Waffeln hatten scheußlich geschmeckt. Doch Paul hatte keine Lust in einem Lokal zu essen. Er wollte so schnell wie möglich nach Blumen und wertvollen Steinen suchen. Nach dem großen Lob vom Vortag, wollte Paul seinen Vater nicht gleich am nächsten Tag enttäuschen. Vor allem, weil er sich jetzt sicher war, dass sein Vater ihn beobachten ließ. Einer von den alten Herren musste wohl ein Detektiv sein! Paul würde in Zukunft die Augen offen halten, das schwor er sich!

02-K6-PinS        Er fragte die kleine Postbotin, ob sie auch Post an eine Detektei brachte, doch dies verneinte sie.

03-K6-PinS          Plötzlich sah er die junge tollpatschige Unbekannte auf der anderen Straßenseite.

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Er befürchtete schon, dass sie gleich in ein Auto steigen würde und rannte deshalb los.

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Sie schien jedoch in Richtung der kleinen Cottages zu laufen… Was für ein unglaubliches Glück! Sie waren ja Nachbarn!

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Ein plötzlicher Anfall von Übelkeit stoppte ihn. Er würde doch nicht etwa…?

07        …und doch, er musste sich tatsächlich übergeben! Die verfluchten Waffeln! Er hoffte nur, die Unbekannte hatte nichts davon mitbekommen! Wie peinlich! Was würde sie wohl von ihm denken?

08        Paul klingelte an ihrer Haustür und musste so lange warten, dass er schon befürchtete sie hätte sein Malheur gesehen und falsch verstanden…

09         Wahrscheinlich hatte sie das! Sie begrüßte ihn zwar, lächelte aber nicht einmal.

10           Ihre Augenfarbe konnte er immer noch nicht sehen. Es waren einfach zu viel Brille und unordentliche Haare davor.

11          Außer ihrem Namen, Elise Salomon, erfuhr Paul nichts von ihr. Es schien sie auch nicht zu interessieren, dass Paul neu hier war und noch keinen Menschen kannte.12

        Auch die Information, dass sie Nachbarn waren, entlockte ihr kein Wort.

13          Ja, Paul schien schon zu ahnen, dass sie seine Einladung zu einer Tasse Kaffee ablehnen würde…

14          …war aber letztendlich trotzdem enttäuscht darüber.

15        „Ihr kleiner Hund ist viel netter“, dachte Paul, als sie ihm einfach den Rücken kehrte und ins Haus ging.

16        „Was für eine Absage“, dachte Paul. Ausgerechnet an einem Ort, wo es möglicherweise keine anderen jungen Leute gab! Paul wusste, dass er arbeiten gehen sollte. Falls Sammeln eine Arbeit war… Aber er hatte keine Lust. Er lief die Straße hinunter und checkte seine Mails. Die Straße war wieder voller Schulkinder in Uniform. Sie sahen alle gleich aus!
„Wie langweilig“, dachte Paul. Von seinem Vater gab es keine Mail, dafür viele von seinen Kumpels, die wissen wollten wo er bleibt. Paul antwortete ihnen nicht. Es wäre das Letzte, was er brauchen würde, wenn plötzlich seine Kumpels vor ihm stünden. Wie sie ihn auslachen würden! Komisch, obwohl er so einsam war, wollte er keinen von ihnen dabei haben. Als Gruppe zum feiern, waren sie tolle Kumpels, aber sonst…

17         Einem Freund würde er erzählen in was für einem Schlamassel er steckte. Aber er hatte keinen, Er hatte auch noch nie einen Freund gebraucht! Überrascht stellte er fest, dass er diesen Gedanke noch nie hatte… Das musste von diesem verfluchten öden Ort kommen. Dass er hier fest saß war wirklich das Letzte!
Plötzlich störte ihn wieder Kinderlärm. Kinder hatte Paul noch nie besonders leiden können. Und ausgerechnet an einer Schulstraße musste das Haus stehen! Ob sein Vater das absichtlich gemacht hatte? Er würde gerne diese Kinderschar zum Teufel schicken! So schlecht gelaunt war er! Gab es denn keinen einzigen netten Mensch hier? Vielleicht doch…

18          …an wenigstens eine Adresse konnte er sich erinnern … und zwar gegenüber vom Elixier-Laden… Paul wusste zwar nicht mehr wer da wohnte, aber als er das Haus sah, das wie ein riesiges Osterei aussah, wusste er sofort, dass es nur Heribert´s Haus sein könnte und freute sich ihn zu sehen.

Kapitel 7

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2 Gedanken zu “Paul in Simfordshire – Kapitel 6

  1. Auf zum Osterhasen! Ob wir über Elise Salomon bald noch mehr erfahren werden? Sehr mysteriöse aber interessante Person und scheinbar das komplette Gegenteil von Paul. Du hast jetzt auf jeden Fall eine neue Leserin mit mir!

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